Physikalische und Rehabilitative Medizin

– Was versteht man darunter?

Der Schwerpunkt des Fachgebietes „Physikalische und Rehabilitative Medizin“ liegt in der Verbesserung und Erhaltung der Organfunktionen z.B. bei chronischen Erkrankungen oder nach Verletzungen.

Hierzu zählen neben der Prävention, also der Verhinderung des Eintretens von Krankheiten, die Beseitigung oder Verminderung von Krankheitsfolgen und die Verbesserung oder Kompensation gestörter Funktionen. Insgesamt besteht der Auftrag zur Förderung des Gesundheitszustandes der ganzen Bevölkerung.

Um diesem umfassenden Behandlungsauftrag gerecht werden zu können, steht die Behandlung des ganzen Menschen im Vordergrund. Dieser ganzheitliche Ansatz beachtet neben den Krankheitssymptomen auch die familiäre und soziale Situation sowie die beruflichen und gesellschaftlichen Tätigkeiten des Patienten.

Ziele der Rehabilitation ist eine optimale Funktionswiederherstellung unter Beseitigung möglicher Störfaktoren (wie z.B. veränderte Statik und Haltung, Stoffwechselfaktoren, Entzündungsfaktoren, psychosomatische Reaktionen, Beruf und Arbeit, Sportschäden, Alltagsnoxen, iatrogene Schäden und Schmerz) mit dem Ziel des Erhaltes oder der Wiedereingliederung in das Berufs- und Privatleben.

Krankheitsentwicklungen sollen möglichst verhindert werden. Zur Prävention von Erkrankungen stehen neben der Aufklärung die Anleitung zu gesundheitsförderndem Verhalten und für Eigenübungsprogrammen, die Beratung zu Gesundheitssport und Ernährung sowie die Verordnung von Funktionsstraining und Rehasport zur Verfügung.

Um Krankheitsentwicklungen möglichst frühzeitig erkennen und behandeln zu können, liegt ein Behandlungschwerpunkt auf den sogenannten funktionellen Störungen. Hierbei handelt es sich um das Vorliegen einer Störung ohne erkennbare anatomische Veränderung (dies wäre eine organische Störung). Hierbei kann es sich z.B. um eine Störung der Darmperistaltik oder des Herzrhythmus, Mißempfindungen oder Schmerzen und Mißstimmungen mit erhöhter Krankheitsanfälligkeit handeln.

Rehabilitation bedeutet unabhängig vom Krankheitsstadium „Hilfe zur Selbsthilfe“. Durch spezifische therapeutische Reizsetzung wird der Organismus zur Regulation und Funktionsverbesserung angeregt. Hierfür stehen in der Therapie naturheilkundliche, manuelle, physikalische und schulmedizinische Verfahren zur Verfügung.

Ausgehend von dieser Grundhaltung lautet mein Grundsatz:
„Ganzheitliche Therapie und Prävention für den ganzen Menschen“

Unter dem Leitfaden „Der schonende Weg zu mehr Gesundheit“ umfasst mein Leistungsangebot eine Auswahl an sanften, wirkungsvollen Therapien. Ohne Nadeln oder Spritzen unterstützen meine Therapieansätze die Eigenheilung und Regeneration Ihres Körpers – auf ganz natürliche und effektive Weise.
Um für Sie und Ihre Bedürfnisse den optimalen Weg zur Gesundheit und Gesunderhaltung zu finden, verfolge ich den medizinisch-ganzheitlichen Ansatz. Das heißt, ich reagiere nicht nur auf Ihre Symptome und lokale Beschwerden, sondern betrachte Sie und Ihren Organismus im Ganzen, forsche nach Ursachen und erkenne Zusammenhänge. Nach der Diagnose entwickle ich individuell auf Sie abgestimmt eine Therapie.

Ganzheitliche Medizin bedeutet, den Menschen in seinem Lebenskontext subjektiv und individuell zu behandeln. Neben den 3 Ebenen Körper-Geist-Seele sind somit auch seine Lebensweise, Umwelteinflüsse und Wertevorstellungen zu berücksichtigen.

Hierdurch werden die treibenden Kräfte im Erkrankungsprozeß erkennbar und behandelbar. Die treibende Kraft hinter körperlichen Erkrankungen, Schlafstörungen oder Heißhungerattacken auf Schokolade und manchmal sogar hinter Verletzungen ist ein ganz bestimmter Reiz, ein Stressor, auf den dieser eine Organismus empfindlich reagiert. Dies kann eine Empfindlichkeit auf bestimmte Witterungslagen sein, durch die Kopfschmerzen entstehen. Ebenso kann es aber auch Ärger am Arbeitsplatz oder ein ungelöstes Problem sein, daß uns nachts den Schlaf raubt.

Dieser Reiz/Stressor beeinflußt das menschliche System auf eine spezifische Art und Weise. Die Bereiche, die nicht auf den Reiz reagieren, können ungehindert funktionieren, hierin geht es uns gut. Dann gibt es Bereiche, in denen dieser Reiz/Stressor wirkt. Wir spüren dann die Auswirkungen in Form von körperlichen, vegetativen oder seelischen Symptomen und oft auch in unseren Lebensumständen. Wenn ich sehr empfindlich auf Kälte bin, werde ich den Winterurlaub meiden und lieber in warme Gebiete reisen.

Um sich diesen Stressoren zu nähern, benutze ich die Auswirkungen wie Beschwerden von Körper, Geist und Seele und Erfassen der Lebensbedingungen, Umstände und Entwicklungen.

Liegt dieser Reiz als Körpermuster vor, z. B. einseitiges Spannungsmuster durch einseitige Bewegungsabläufe bei Arbeit oder im Sport oder auch als Körperreaktionsmuster innerer Stressoren, kann ich dies durch eine osteopathische Behandlung lösen.

Liegt dieser Reiz als inneres Muster vor, kann ich es durch ein passendes homöopathisches Konstitutionsmittel auflösen. Der Organismus wird resistenter, läßt sich von dem Stressor weniger beeinflussen. Damit lassen die Beschwerden nach oder lösen sich ganz auf.

Ausgehend von dem fachärztlichen Blickwinkel der Rehabilitativen Medizin arbeite ich im wesentlichen mit Homöopathie und Osteopathie (inkl. Manueller Medizin und Dorntherapie).

Diese beiden Therapieformen besitzen als regulative Therapien die Eigenschaft, grundlegende Regulationsvorgänge im Organismus in Gang zu setzen, die zu einer Balance und somit dauerhaften Beschwerdeabnahme führen. Der Organismus wird zur Selbstheilung angeregt, Ziel ist eine dauerhafte Verbesserung der bestehenden Beschwerden. Durch den unterschiedlichen Zugangsweg (Körpertherapie und Arzneitherapie) ergeben sich vielfältige synergistische Effekte.

Die Homöopathie kann als Arzneitherapie die grundlegende Kraft des Organismus regulieren und verbessern. Dadurch wird der Organismus widerstandsfähiger gegen seine spezifischen Empfinsamkeiten, gegen innere und äußere Stressoren. Durch das konstitutionell passende homöopathische Mittel wir der Organsimus unempfindlicher gegen äußere Einflüsse wie Witterung, hormonelle Einflüsse oder zwischenmenschliche Belastungen. Auch innere Einflüsse wie Ängste, emotionale Instabilitäten, übernommene Verhaltensmuster und Wertevorstellungen lassen sich korrigieren. Hierdurch wird der Mensch flexibler und kann angemessen aktiv mit Belastungen umgehen.

In der Osteopathie werden Gewebeblockaden gespürt und korrigiert. Hierdurch wird ein bestehendes, einseitiges Reaktionsmuster, das zu Überbelastungen geführt hat, korrigiert. So erhält der Körper ein hohes Maß an Aktions- und Reaktionsmöglichkeiten. Einseitige Belastungen werden so vermindert.

Mit Voranschreiten der Gesundwerdung erarbeite ich mit dem Patienten Maßnahmen zur Prävention. Ziel ist es, daß der Patient seine Lebensweise in Hinblick auf seine chronischen Belastungen dauerhaft anpaßt. Dies kann als Langzeittherapie gemeint sein oder als sekundäre Prävention.

Ein Schwerpunkt bildet hierbei die Empfehlung zum Praktizieren des Tai Chi Chuan. mehr erfahren →

Andere flankierende Maßnahmen kommen je nach Bedarf zur Anwendung.